Zadie Smith: Die Botschaft von Kambodscha / The Embassy of Cambodia

Artikelnummer: 978-3-462-04685-4

Nach ihrem großen Roman 'London NW' legt Zadie Smith mit dieser brillanten Erzählung nach - ein literarischer Diamant!

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Nach ihrem großen Roman 'London NW' legt Zadie Smith mit dieser brillanten Erzählung nach - ein literarischer Diamant!

Jeden Montag beobachtet Fatou einen Federball, der hinter den hohen Mauern der Botschaft von Kambodscha hin und her fliegt - ein scheinbar unendlich andauerndes Match. Fatou ist auf dem Weg zum Schwimmbad, wo sie jeden Montagmorgen ihre Bahnen zieht. Neben den sonntäglichen Treffen mit Andrew Okonkwo, einem bibelfesten Studenten aus Nigeria, ist dies die einzige Stunde in der Woche, die ganz ihr gehört. Den Rest der Woche arbeitet Fatou als Haushälterin bei den Derawals, kauft ein, kocht, putzt und hütet die Kinder. Nein, eine Sklavin ist Fatou nicht. Hin und wieder wird sie geschlagen, und bezahlt wird sie für ihre Arbeit nicht, das Haus aber verlässt sie regelmäßig und ohne um Erlaubnis fragen zu müssen. Fatou ist stoisch, sie geht durchs Leben, wie sie ihre Bahnen im Schwimmbad zieht, und es scheint fast, als würde alles immer so weitergehen - bis Fatou einem der Kinder zufällig das Leben rettet und damit das eingespielte Gleichgewicht der Familie Derawal durcheinanderbringt.

Mit 'Die Botschaft von Kambodscha' stellt die großartige Zadie Smith einmal mehr unter Beweis, dass es manchmal nur weniger Worte bedarf, um eine große Geschichte zu erzählen.


Autor*in / Hrsg.: Zadie Smith
Belletristik: zeitgenössischer Roman
Weitere Informationen: KiWi 1398
Sprache: Dt/Engl
Originaltitel: The Embassy of Cambodia
Übersetzt von: Tanja Handels
Umfang: 118 S.
Einband: Kartoniert
Format (T/L/B): 0.8 x 18.9 x 12.4 cm
Gewicht: 133 g 
Erscheinungsdatum: 06.11.2014

~ LESEPROBE ~

Rezension von Dorothee Kröger auf AVIVA-Berlin:

Für eine junge Frau wird der Migrationshintergrund zum -vordergrund: Die Wahrnehmung der BewohnerInnen des Londoner Stadtteils Willesden räumen Fatou eine Randexistenz ein, gegen die sie aufbegehrt.

Alter Raum, neuer Blickwinkel

Zähne zeigt Fatou in "Die Botschaft von Kambodscha", Zadie Smiths Kurzgeschichte, die im Juni 2014 im Verlag Kiepenheuer und Witsch in einer zweisprachigen Ausgabe, auf Deutsch und Englisch, erschien. Die Schriftstellerin, die durch ihren Roman "Zähne zeigen" bekannt wurde, führt erneut ein in den Londoner Stadtteil Willesden. Hier wird zwischen der Ghanaerin Fatou und den StadtteilbewohnerInnen die Frage der Aufmerksamkeit durchleuchtet:

"Es spricht einiges dafür, einen Kreis um unsere Aufmerksamkeit zu ziehen und uns innerhalb dieses Kreises zu bewegen. Aber wie groß sollte so ein Kreis sein?" fragt ein kollektives Wir, welches das Denken der LondonerInnen repräsentiert. Zwischen ihm und der Individualperspektive Fatous wird die Frage, welchen Dingen im Leben Aufmerksamkeit gebührt, nicht explizit, jedoch impuls-gebend verhandelt.

Fatous Blickwinkel öffnet ein großes Fragenspektrum. Die junge Frau, die bei Familie Derawal angestellt ist, nicht entlohnt, hin und wieder geschlagen und mit Indifferenz begegnet wird, lebt einen Alltag, der stets gleich ist: Montags geht sie schwimmen, sie erledigt die Hausarbeit und trifft sich mit einem Freund namens Andrew. Doch ihr Denken und ihre Wahrnehmung driften stets ab und greifen Gedanken auf, die meist nur angestoßen, aber selten ausgeführt werden.

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